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Alain Brechbühl

Universität Bern - Institut für Strafrecht und Kriminologie

Projektverantwortlicher / wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Progetti indicizzati

  • The Impacts of Legislation and Policing on Football Crowd Violence: A Longitudinal cross National Comparative Study

    Dieses Forschungsprojekt untersucht die Auswirkungen des normativen Rahmens und der damit zusammenhängenden Polizeiarbeit zur Bekämpfung von Gewalt rund um Fussballspiele in der Schweiz. Hintergrund sind die gewalttätigen Vorfälle bei Spielen der Super League, die oft auf Reisewegen der Fans auftreten und hohe Polizeikosten verursachen. Spezifisch in der Schweiz ist dabei das sogenannte Kaskadenmodell, welches auf restriktive Massnahmen wie Sektorsperren setzt und damit auch Fragen zur Verhältnismässigkeit und zum Schutz der Grundrechte aufwirft. Theoretische Basis der Studie ist der Social Identity Approach (SIA). Dieser besagt, dass polizeiliches Handeln, welches von Fangruppen als illegitim wahrgenommen wird, zu Widerstand und einer Eskalation von Gewalt führen kann. Während internationale Modelle bereits erfolgreich auf Dialog und Deeskalation setzen, sind diese Aspekte in der Schweiz noch weniger verbreitet.  Das Projekt verfolgt zwei Hauptziele: Erstens die Erhebung empirischer Daten über die Interaktionen zwischen Fans und Polizei sowie den Folgen des normativen Rahmens, unter anderem mit dem Kaskadenmodell, in der Schweiz. Zweitens die systematische Prüfung, inwieweit der SIA-Ansatz die Dynamik zwischen Polizei und Fans in der Schweiz erklären kann. In einem interdisziplinären, longitudinalen Design wird die Situation in der Schweiz mit der im Vereinigten Königreich verglichen, wo Polizeikräfte bereits verstärkt evidenzbasierte Methoden anwenden. Ein Schwesterprojekt mit englischen Forschenden der Open University erhebt dabei Daten rund um englische Fussballspiele nach dem gleichen Prinzip. Methodisch kombiniert die Studie teilnehmende Beobachtung, Dokumentenanalysen, rechtswissenschaftliche Untersuchungen, Interviews und eine quantitative Vignetten-Studie. Durch einen partizipativen Aktionsforschungsansatz (PAR) werden Praktiker direkt in den Prozess einbezogen. Ziel ist es, das Verständnis für soziale Konflikte im Fussball zu vertiefen und wissenschaftliche Grundlagen für polizeitaktische Veränderungen zu schaffen, um das Verhältnis zwischen Polizei und Fans nachhaltig zu verbessern und damit zu einer Reduktion von Zwischenfällen und damit verbundenen Aufwänden beizutragen. 

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