Im Jahr 2025 setzte das SPI sein Engagement für eine qualitativ hochwertige Polizeiausbildung fort. Es brachte Akteurinnen und Akteure aus Politik, Polizei und Hochschulen im Rahmen von gemeinsamen Projekten zusammen, welche u. a. die stetige Innovation der Doktrinstelle Polizeididaktik für die Lehrpersonen, die Konsolidierung des Swiss Police Research Dialogue (SPRD) und die Lancierung der ersten Konferenz der Ausbildungsverantwortlichen betrafen. Der aufgrund des Weggangs des früheren Direktors zeitweise eingestellte Strategieprozess 2026–2030 profiliert sich rund um Prioritäten wie die Modernisierung des Geschäftsmodells für Lernmedien, die Themenführerschaft in der Polizeiausbildung, den zeitgemässen Einsatz von Milizpersonal und die interne Digitalisierung.
Mit der Aussicht auf seine konkrete Umsetzung, wurde die strategische Ausarbeitung des Bildungspolitischen Gesamtkonzepts (BGK) dieses Jahr weitergeführt. Zudem wurde mit neuen Kommunikationskanälen (einer eigenen Website, einer Informationsbroschüre sowie Präsentationen an Roadshows) für eine stärkere Verbreitung der Informationen bei Polizeikorps und Partnerinstitutionen gesorgt. Die Kompetenzprofile der Führungsstufen I bis IV, die ein gemeinsames Fundament für die Kaderausbildung bilden, wurden im Laufe des Jahres zudem offiziell validiert. Die Gleichwertigkeit zwischen den Zertifikaten «Leadership» und «Management» der Schweizerischen Vereinigung für Führungsausbildung (SVF) und den SPI-Kaderkursen I und II wurden auf nationaler Ebene ebenfalls anerkannt.
2025 wurde der Swiss Police Research Dialogue (SPRD) weitergeführt. An zwei Treffen wurden Megatrends identifiziert, die dazu dienten, die entscheidenden thematischen Stossrichtungen für den weiteren Verlauf des Projekts festzulegen. Der Geschäftsbereich Forschungskoordination und Wissensmanagement (FK-WM) beteiligte sich weiterhin auch an internationalen Kooperationen. Im Rahmen des Projekts zum Nationalen Aktionsplan (NAP), in dem Radikalisierung und Extremismus innerhalb von Schweizer Sicherheitsorganisationen und europäischen Polizeibehörden untersucht werden, hat das SPI Sicherheitsorganisationen aus sechs Mitgliedstaaten der Association of European Police Colleges (AEPC) befragt. Der Geschäftsbereich FK-WM arbeitet ausserdem mit dem Fachausschuss von FRANCOPOL an einem Sammelband über den Wissenstransfer zwischen Polizeiforschung und -praxis, der 2027 erscheinen soll.
Im Berichtsjahr blieb das Kursvolumen des SPI stabil, das Kursangebot wurde um vier neue Ausbildungen erweitert. Ausserdem wurden drei internationale Kurse erfolgreich durchgeführt. Zur Stärkung des Datenschutzes wurde im Einklang mit der Strategie 2024 die Überführung der NBPP in die Produktpalette von PTI auf den Weg gebracht.
Aus der Reorganisation des SPI-Stabs im Jahr 2025 resultierten vier strategische Fachbereiche: Informatik und Logistik waren mit dem MOVE-Projekt befasst, in das der Umzug der Büroräume und der Wechsel des IT-Anbieters fallen. Zu den Aufgaben des Fachbereichs gehörte auch die Entwicklung von KI, der Schutz der Cybersicherheit und die Beförderung von einer Tonne Lernmaterial. Der Sprachdienst verzeichnete eine Zunahme der Aufträge um 24 % und konzentrierte sich auf die Integration neuer Optimierungstechnologien in seine Prozesse. Zur Konsolidierung ihrer Tätigkeiten führte die Qualitätssicherung das Tool QM-Pilot ein, während externe Audits die ISO-Konformität des SPI bestätigten. Der Rechtsdienst stellte die Einhaltung der Rechtsvorschriften, die Verwaltung von Versicherungsverträgen und die Daten-Governance sicher und stellt somit die Zukunftsfähigkeit des SPI sicher.
2025 stellte ein externes Audit des Arbeitsklimas Verbesserungspotenzial fest, was zur Einrichtung einer Hotline und zur Neuorganisation des Fachbereichs HR führte. Das Zeiterfassungssystem wurde angepasst, um mehr Flexibilität und Gerechtigkeit zu schaffen, während sich die betrieblichen Aus- und Weiterbildungen (Sprachen, CAS/MAS, IT, Wohlbefinden, Kommunikation) zunehmender Beliebtheit erfreuten.