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Dirk Baier

Universität Zürich
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW)

Professor

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Progetti indicizzati

  • Die Entwicklung von Polizeiaspirant:innen während der zweijährigen Berufsausbildung

    In Kooperation mit dem Schweizerischen Polizei-Institut (SPI) und der Universität Lausanne wird in diesem Projekt zum ersten Mal in der Schweiz eine Kohorte von Polizeiaspirant:innen über den gesamten Zeitraum der zweijährigen Ausbildung hinweg wissenschaftlich begleitet. Die Längsschnittstudie findet im Rahmen der Umsetzung des Bildungspolitischen Gesamtkonzepts (BGK) 2020 statt, das auf eine schweizweite Harmonisierung der Polizeiausbildung abzielt. Im Projekt wird eine Kohorte von Personen, die im Jahr 2022/2023 die Polizeiausbildung beginnen, mittels vier standardisierter Befragungen (zu Beginn der Ausbildung, nach dem erfolgten ersten Praktikum, in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahrs und nach Abschluss der Ausbildung) untersucht. Zusätzlich werden mittels qualitativen Forschungsmodulen vertiefte Erkenntnisse zu Entwicklungsprozessen während der Ausbildung ermöglicht. Bei den qualitativen Modulen handelt es sich erstens um einen qualitativen Längsschnitt zu Aspirant:innen über drei Erhebungszeitpunkte hinweg, zweitens um Interviews mit Personen, die die Ausbildung abbrechen, und drittens um Expert:inneninterviews mit dem leitenden bzw. ausbildenden Personal in den Polizeischulen.

  • Crime Surveys Schweiz

    Regelmässige Bevölkerungsbefragungen zum Thema Kriminalität ermöglichen einen umfassenden Blick auf Kriminalität und erlauben die Aufhellung des Dunkelfelds der Kriminalität. Sie bilden eine von der Anzeigebereitschaft, polizeilichen Kontrollaktivitäten, Gesetzänderungen usw. unabhängige Quelle zur Einschätzung des Kriminalitätsaufkommens; mit ihnen lässt sich die Verbreitung von Opfererfahrungen und bei wiederholter Durchführung die Entwicklung dieser in umfassenderer Weise darstellen, als dies allein auf Basis von Kriminalstatistiken möglich ist. Sie erheben zudem verschiedene Kriminalitätsphänomene unabhängig von deren rechtlichen Einordnung, weshalb sie sich auch für internationale Vergleiche eignen. Zudem ermöglichen solche Befragungen die differenziertere Betrachtungen zu den von Übergriffen betroffenen Personengruppen und die subjektive Einschätzungen von Kriminalität, wie z.B. die Furcht vor Kriminalität, das Sicherheitsgefühl oder das Vermeidungsverhalten. Ebenso ermöglichen sie die Einschätzung zur Arbeit und zum Vertrauen in die Polizei.

  • Evaluation zum Einsatz von «Body Cameras»

    Der Einsatz sogenannter «Körperkameras» oder «Body worn cameras (BWC)» (kurz Bodycams) findet bei der Polizei international immer weitere Verbreitung. Insbesondere in den USA und in England wurden sie hauptsächlich eingeführt, um die Bürgerinnen und Bürger vor übermässiger polizeilicher Gewaltausübung zu schützen. Im deutschsprachigen Raum stellt die Diskussion um eine steigende Gewaltbereitschaft der Bevölkerung gegenüber der Polizei das Hauptmotiv der Einführung dar. Inwieweit der Einsatz der Kameras tatsächlich zu einer Reduktion von Gewalt führt, wurde bislang jedoch noch kaum in verlässlicher Weise untersucht.

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