Der Swiss Police Research Dialogue (SPRD) hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt, um die Polizeiforschung in der Schweiz zukunftsfähig zu machen. Langfristig wird die Einrichtung eines nationalen Forschungsfonds angestrebt, mit dem die Polizeiforschung auf Kurs gebracht werden soll.
Am 20. Mai 2026 haben sich rund 30 Mitglieder des SPRD (aus den Bereichen Polizei und Wissenschaft sowie aus verwandten Gebieten) an der Universität Bern getroffen. Empfangen wurden sie von Prof. Dr. Jonas Weber vom Institut für Strafrecht und Kriminologie. Die meisten von ihnen kennen sich mittlerweile gut und arbeiten regelmässig zusammen. Durch ihre Aktivitäten und ihr Engagement im SPRD tragen sie dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse zu erarbeiten oder zu nutzen, welche effiziente Polizeiarbeit erleichtern sollen.
Um die Schweizer Polizeiforschung zu stärken, soll in den nächsten zehn Jahren ein eigenes nationales Fördergefäss geschaffen werden. Diese langfristige Vision des SPI-Fachbereichs Forschungskoordination und Wissensmanagement stiess bei den Teilnehmenden des 7. SPRD-Treffens auf allgemeinen Anklang.
Die ersten Schritte in diese Richtung werden vom SPI begleitet, das sich verpflichtet hat, kleinere Kooperationsprojekte zwischen der akademischen Welt und der Polizei zu unterstützen. Mit dem Projektportfolio, das sich nach und nach füllt, wird der Nutzen der aufgebauten Synergien konkret aufgezeigt und so die Finanzierung grösserer Projekte erleichtert.
Teil der laufenden Reflexion ist auch die Einrichtung eines Vorstands (Board) zur Steuerung des SPRD. Für dessen konkrete Umsetzung nach dem Milizprinzip, das eine echte Stärke des Schweizer Systems darstellt, steht jedoch noch eine entsprechende Validierung aus.